
Zahl der Wohnungseinbrüche erneut gestiegen
Damit ist die Zahl laut Polizeilicher Kriminalstatistik für das Jahr 2025 auf insgesamt 82.920 Fälle gestiegen. Trotz des erneuten Anstiegs liegt die Zahl weiterhin unter dem Niveau vom Jahr 2019 mit 87.145 Einbrüchen.
Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zeigte sich hingegen erstmals seit dem Jahr 2021 wieder ein rückläufiger Trend. Die Zahl der Fälle ging um 3% auf rund 27.500 Fälle zurück. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei mehr als 52.000 Fällen. NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt dazu in einer Pressemitteilung des Landes: „Ein Drittel aller Straftaten sind Diebstähle und trotzdem gehen Einbruch und Stehlen zurück. Mehr Homeoffice, bessere Sicherungstechnik und gestiegene Aufmerksamkeit für die eigenen Wertsachen machen es Tätern spürbar schwerer.“
Dunkelfeld bei Einbrüchen
Im sogenannten Deliktbereich Wohnungseinbruchdiebstahl ist zudem von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. Laut Bundes Kriminalamt hat dies die bundesweite Dunkelfeldstudie SKiD 2024 (https://skid.bka.de/) ergeben. Demnach wurden lediglich 57% der Wohnungseinbruchsdiebstähle der Polizei gemeldet (davon 87% vollendete und 48% versuchte Delikte). Im Umkehrschluss kommen 43% der Einbruchsfälle nicht zur Anzeige. Generell ist das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hoch, bezogen auf die Wohngegend hat es sich nachts gegenüber 2020 leicht erhöht (+2,0 Prozentpunkte auf 74%).
Um sich besser vor Einbrüchen zu schützen, empfiehlt es sich entsprechende Schlösser und Beschläge in Fenster und Türen einbauen zu lassen. Eine Nachrüstung ist meistens mit wenig Aufwand möglich. Diese Sicherheitstechnik stellen unter anderen die Mitglieder des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) her. Informationen zu entsprechenden Produkten und ihren Herstellern gibt es hier.
Beratungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise bei den Polizeilichen Beratungsstellen oder bei der Initiative K-Einbruch.
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